2008.1 Notes

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Mandriva Linux 2008 Spring Release Notes


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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Einführung

Diese Seite enthält wichtige Informationen zu Mandriva Linux 2008 Spring (2008.1).

Die folgenden Themen werden behandelt:

  • Allgemeine Informationen zu neuen Funktionen und umfangreichen Änderungen
  • Änderungen am Mandriva Installationsprogramm und Upgrade-Anweisungen für Benutzer von Mandriva Linux 2008
  • Änderungen in Bezug auf die unterstützte Hardware und Treiber
  • Änderungen in Bezug auf Softwarepakete
  • Weitere technische Informationen für erfahrene Benutzer

Bitte lies auch die Mandriva Linux 2008 Spring Errata - die Errata-Liste für die Ausgabe 2008 Spring. Auf der Errata-Seite findest du Informationen zu bekannten Fehlern und Problemen in dieser Version sowie Anweisungen, um diese Probleme zu beheben, zu vermeiden oder zu umgehen.

[bearbeiten] Allgemeine Informationen zu neuen Funktionen und umfangreichen Änderungen

Mandriva Linux 2008 Spring enthält die folgenden Versionen der wichtigsten Bestandteile der Distribution: Kernel 2.6.24, X.org 7.3, KDE 3.5.9 und 4.0, GNOME 2.22, Mozilla Firefox 2.0.0.12, OpenOffice.org 2.4.

Mandriva Linux 2008 Spring ist in mehreren unterschiedlichen Ausführungen erhältlich:

  • die One-Version ist eine installierbare LiveCD, die auch die neusten proprietären Treiber enthält - kostenlos
  • die Powerpack-Version enthält Support, Dienste, eine umfangreichere Paketauswahl sowie exklusive proprietäre Anwendungen von Drittanbietern wie Cedega, das Fluendo Codec-Paket (zum Lesen von ASF, RTP und MMS Streams und Abspielen verschlüsselter Dateien im Windows Media Audio oder Video Format), Scilab und 03 Spaces
  • die Free-Version enthält ausschließlich freie / Open-Source-Software, also keines der unfreien Pakete, die in den anderen Ausgaben enthalten sind - kostenlos per Download erhältlich

Weitere Informationen zu den verschiedenen Ausgaben findest du unter Choosing the Mandriva Linux edition that's right for you.

Zusätzliche Infos sind ebenfalls online verfügbar:

[bearbeiten] Nicht mehr benötigte/verfügbare Funktionen

[bearbeiten] kernel-multimedia entfernt

Der alternative kernel-multimedia-Kernel ist nicht mehr in Mandriva Linux 2008 Spring verfügbar. Zuvor war dies ein alternativer Kernel in derselben Linie wie kernel-tmb und umfasste experimentelle oder höchst aktuelle Änderungen, die für den offiziellen Kernel nicht angemessen waren. Trotz seines Namens war er seit einiger Zeit nicht spezifisch auf Multimedia-Funktionen ausgerichtet. Der Maintainer des Kernels ist mittlerweile nicht mehr in der Lage, die erforderliche Zeit zur Wartung des Kernels aufzubringen, daher wurde der Kernel entfernt.

kernel-tmb wird weiterhin als wichtigster Alternativkernel in Mandriva geführt. Er ist die Spielwiese für experimentelle Änderungen, deren direkte Integration in den offiziellen Kernel zu gefährlich wäre. Er enthält die meisten Funktionen, die zuvor im kernel-multimedia zu finden waren, darunter auch Unterstützung für das Reiser4-Dateisystem. Die größte Ausnahme ist die Echtzeit-Unterstützung, die im kernel-tmb nicht vorhanden ist. Ein Echtzeit-Kernel ist verfügbar - kernel-rt -, doch ist hierbei zu beachten, dass es sich um ein vollkommen unverändertes Build des kernel-rt-Entwicklungszweigs handelt, ohne irgendwelche Patches oder Anpassungen seitens Mandriva. Diesem Kernel fehlen daher im Vergleich zum offiziellen Mandriva-Kernel eine Fülle von Funktionen.

[bearbeiten] LinDVD nicht in der Powerpack-Version enthalten

Aufgrund eines nicht gelösten Patentlizenzierungsproblems ist die DVD-Abspielsoftware LinDVD DVD nicht im 2008 Spring Powerpack enthalten. Sie war zuvor Bestandteil der Powerpack-Ausgaben 2007 und 2008.

[bearbeiten] Änderungen in Bezug auf die unterstützte Hardware und Treiber

[bearbeiten] NTFS-Partitionen standardmäßig beschreibbar

Mandriva Linux 2008 Spring verwendet standardmäßig das NTFS-3G-System zum Einhängen von NTFS-Partitionen. Dieses System ermöglicht einen uneingeschränkten Schreibzugriff auf diese Partitionen, im Gegensatz zu dem in früheren Ausgaben verwendeten ntfs-Treiber, mit dem nur lesend auf diese Partitionen zugegriffen werden konnte.

[bearbeiten] Status der Unterstützung gebräuchlicher Hardware

In diesem Abschnitt findest du Informationen über den Status der Unterstützung besonders häufig genutzter Hardware in Mandriva Linux 2008 Spring.

[bearbeiten] NVIDIA-Grafikkarten

Alle NVIDIA-Grafikkarten bis zur GeForce 8xxx Serie, und der GeForce 9800 GTX werden unterstützt. Die Version des bei Mandriva Linux 2008 Spring enthaltenen proprietäre NVIDIA-Treiber enthält nach der Installation keine Unterstützung für Karten der NVIDIA GeForce 9xxx Serie und der GTX 2xx Series, daher wird bei diesen Modellen die 3D-Beschleunigung nicht unterstützt. Es ist aber möglich die Unterstützung für diese Karten durch die Installation einer neueren Treiberversion zu erreichen, der im /non-free/backports Zweig der Repositories verfügbar ist. Eine neue Version der ldetect-lst Datenbank ist im /main/backports verfügbar. Für weitere Informationen zu dieser Prozedur, siehe diese Seite (en).

Die 3D-Beschleunigung wird für alle anderen NVIDIA-Grafikkarten mit Hilfe des proprietären nvidia-Treibers unterstützt, der den Ausgaben One und Powerpack beiliegt und über die öffentlichen non-free-Paketquellen installiert werden kann. Freie Softwareunterstützung bietet der nv-Treiber, der grundlegende 2D-Operationen auf allen NVIDIA-Karten unterstützt.

[bearbeiten] ATI-Grafikkarten

Alle ATI-Grafikkarten bis zur Radeon HD 3870 X2, werden direkt unterstützt. An der Unterstützung von Grafikkarten der Baureihen prä-Radeon X1xxx (mit Chipkernen r400 und niedriger) hat sich seit der Veröffentlichung von Mandriva Linux 2008 nichts geändert. 3D-Beschleunigung für Karten der Baureihen Radeon X1xxx, X2xxx und HD 3xxx (und der entsprechenden Mobility-Chips bzw. auf dem Motherboard integrierten Chips; Kerne r500 und r600) wird durch den proprietären fglrx-Treiber bereitgestellt, der den Ausgaben One und Powerpack beiliegt und von der öffentlichen non-free-Paketquelle installiert werden kann. Freie Softwareunterstützung dieser Karten bietet nun der radeonhd-Treiber, der grundlegende 2D-Operationen auf diesen Karten vollständig unterstützt. Die Radeon HD 3870 X2-Grafikkarte wird nicht durch die Version des von Mandriva Linux 2008 Spring mitgeliefertem proprietären fglrx-Treiber unterstützt, daher bietet diese Karte keine 3D-Beschleunigung. Diese Grafikkarte nutzt den radeonhd-Treiber für grundlegende 2D-Unterstützung in allen Ausgaben von Mandriva Linux 2008 Spring. Der Radeon HD 3200-Onboard-Chipsatz wird von keinem der nativen Open-Source-Treiber in Mandriva Linux 2008 Spring unterstützt. Diser Chipsatz greift auf den generischen vesa-Treiber für grundlegende (nicht beschleunigte) 2D-Unterstützung zurück, falls der proprietäre fglrx-Treiber nicht verfügbar ist oder falls du diesen nicht benutzen möchtest.

Die Radeon HD 4xxx Serie wird nicht sofort unterstützt. Es ist möglich diese Karten durch eine neuere Version des proprietären Treiber, der in den /non-free/backports Quellen verfügbar ist, zu erreichen. Außerdem ist eine neue Version der ldetect-lst Datenbank im /main/backports Zweig verfügbar. Für weitere Informationen zu dieser Prozedur, siehe diese Seite (en). Aktualisierte Versionen des freien Treibers, radeonhd, werden regelmäßig in die /main/backports Repositories hoch geladen; diese verbessern die Unterstützung für diese und zukünftige Karten, wenn du es also bevorzugst den freien Treiber zu nutzen, ist es notwendig immer die neuste, in den Quellen verfügbare, Version zu nutzen.

Bitte beachte das Mandrivas-Grafikkartendetektor alle Karten des selben Treibers und der gleichen Treibereinstellungen in einer Gruppe abdeckt und deine Karte als Bestandteil einer dieser großen Gruppen zugeordnet wird: das Grafikeinrichtungswerkezug wird nicht den exakten Namen deiner Karte anzuzeigen sondern lediglich den Gruppennamen. Das bedeutet aber nicht, dass deine Karte suboptimal unterstützt wird, sondern dass der gleiche Treiber mit den gleichen Optionen wie bei anderen Karten der Gruppe genutzt wird. Es wurde wert darauf gelegt, die Gruppen möglichst unmissverständlich zu benennen, jedoch ist das dank der verschiedenen Nummerierungsschemata ATIs für die drei Produktlinien - Desktop, Mobile und integrierte Chips - nicht immer möglich. Falls du einen mobilen oder integrierte ATI Chipsatz hast, ist es möglich, dass es so scheint, als sei die "falsche" Gruppe ausgewählt wurde (beispielsweise wird der integrierte Radeon 1100 und Radeon 1200 Chipsatz als Radeon 9500 - Radeon X1050 Gruppe erkannt). Die ausgewählte Gruppe ist in der Regel die tatsächlich richtige für deine Hardware und wenn sie korrekt arbeitet, solltest du nicht die Gruppe wechseln.

[bearbeiten] HDA-basierte Sound-Geräte

Das Sound-System vieler neuerer Systeme stützt sich auf den HDA-Codec,der in Linux durch den snd-intel-hda-Treiber (Teil des ALSA-Projekts) unterstützt wird. Mandriva Linux 2008 Spring enthält die neuste verfügbare Version von ALSA sowie mehrere Dutzend Patches, um die Unterstützung für spezifische Implementierungen des HDA-Codecs bereitzustellen oder zu verbessern. Wir hoffen, dass die Ausgabe 2008 Spring hierdurch mit einer möglichst breit gefächerten Palette dieser integrierten Chipsätze kompatibel ist.

[bearbeiten] Hardware für drahtlose Netzwerke (Wireless)

Mandriva Linux 2008 Spring enthält die neuste Version einer Fülle von Wireless-Treibern, um möglichst viele Geräte nativ zu unterstützen. Darüber hinaus wurde ein Bug beseitigt, der in den letzten Releases verhinderte, dass das grafische Netzwerk-Konfigurationswerkzeug von Mandriva den ndiswrapper-Treiber korrekt konfiguriert. Falls dein Wireless-Gerät nicht mit den in Mandriva Linux 2008 Spring enthaltenen Treibern funktioniert und du auf den ndiswrapper zurückgreifen musst, kannst du dies alles nun mit den grafischen Netzwerk-Konfigurationswerkzeugen von Mandriva erledigen.

[bearbeiten] Benötigte Firmware für Broadcom Wireless-Adapter

Mandriva Linux 2008 Spring enthält einen nativen Treiber für Broadcom-Wireless-Adapter. Dieser Treiber benötigt Firmware aus dem Windows-Treiber, um genutzt zu werden. Aufgrund gesetzlicher Beschränkungen können wir die Firmware selbst oder eine angemessene Kopie des Windows-Treibers nicht mit Mandriva Linux 2008 Spring ausliefern.

Wenn du einen solchen Adapter zu konfigurieren versuchst, fragt Mandriva Linux dich nach einem Windows-Treiber und bietet an, auf deiner Windows-Partition danach zu suchen. Dies funktioniert häufig. Falls du keinen geeigneten Treiber auf deiner Windows-Partition finden kannst oder keinen Windows-Treiber besitzt, solltest du den Windows-Treiber von dieser Seite herunterladen. Achte darauf, dass du den Treiber mit der Bezeichnung Version 3 firmware herunterlädst. Wenn das Netzwerk-Konfigurationswerkzeug von Mandriva dich nun nach dem Treiber fragt, brauchst du nur noch diese Datei auszuwählen, um die Wireless-Karte aktivieren und benutzen zu können.

[bearbeiten] Display-Management mit NVIDIA X Server Settings

Um Probleme im Zusammenhang mit Compiz und RandR zu lösen, ist die Dynamic Twinview-Funktion der proprietären NVIDIA-Treiber in Mandriva Linux 2008 Spring standardmäßig deaktiviert. Falls du das Display-Layout oder die Displaymodi mit dem NVIDIA X Server Settings-Tool ändern möchtest, musst du die Option Enable duplicate display on the external monitor in DrakX11 (Mandriva Kontrollzentrum => Hardware => Grafischen Server einrichten => Optionen) aktivieren.

[bearbeiten] Der quelloffene Treiber 'Nouveau' für NVIDIA-Grafikkarten

Mandriva Linux 2008 Spring enthält den experimentellen, quelloffenen nouveau-Treiber für NVIDIA-Grafikkarten. Dieser Treiber bietet fortschrittliche Funktionen und unterstützt mehr Hardware als der quelloffene nv-Treiber, gilt allerdings noch nicht als stabil und bietet keine 3D-Beschleunigung. Falls du mit diesem Treiber herumexperimentieren möchtest, solltest du die folgenden Anweisungen beachten.

  • Konfiguriere die offiziellen Mandriva-Softwarequellen (Anweisungen siehe hier).
  • Installiere das kernel-devel-Paket für den laufenden Kernel. Der Mandriva-Kernel ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: desktop, desktop586, laptop und server. Den laufenden Kernel ermittelst du mit dem Befehl uname -r. Du solltest das Paket kernel-Ausführung-devel-latest installieren, wobei Ausführung die bei dir laufende Kernel-Ausführung ist.
  • Installiere die Pakete x11-driver-video-nouveau und dkms-drm-experimental.
  • Ändere in der Datei /etc/X11/xorg.conf die Zeile Driver im Abschnitt Device wie folgt ab:
   Driver "nouveau"
  • Optional kannst du die folgende Zeile in denselben Abschnitt eintragen, um die experimentelle RandR 1.2-Unterstützung zu aktivieren:
   Option "Randr12" "true"
  • Führe als root die folgenden Befehle aus:
update-alternatives --set gl_conf /etc/ld.so.conf.d/GL/standard.conf
ldconfig
  • Starte deinen Rechner neu oder starte X neu (Abmelden und dann im Anmeldebildschirm Ctrl-Alt-Backspace drücken).

[bearbeiten] Unterstützung für Multimedia-Tastaturen

Mandriva Linux 2008 Spring sollte grundlegende Multimedia-Tastaturfunktionen unterstützen, ohne dass zusätzliche Konfigurationsschritte erforderlich wären. Falls du eine Multimedia-Tastatur besitzt, deren erweiterte Tasten aber nicht zu funktionieren scheinen, solltest du das nachstehende Verfahren beachten, um die Quelle des Problems festzustellen, und einen Fehlerbericht einsenden, damit das Problem behoben werden kann.

Nutze das Mandriva Tastatur-Konfigurationswerkzeug (verfügbar im Mandriva Kontrollzentrum oder direkt als drakkeyboard) und wähle das Layout "105-key (Intl) PC" (in der Kategorie 'Generic'). Falls die Tasten nun funktionieren, brauchst du nichts weiter zu unternehmen.

Andernfalls solltest du eine Konsole öffnen und den Befehl xev ausführen, woraufhin ein Fenster geöffnet wird. Wenn du nun die Maus bewegst, eine Maustaste drückst oder eine Taste der Tastatur drückst, während dieses Fenster den Fokus hat, werden zahlreiche Informationen in der Konsole ausgegeben. Drücke zunächst einige 'normale' Tasten, um dich an die Ausgaben zu gewöhnen. Neben vielen weiteren Informationen wird für jede gedrückte Taste ein keycode und ein keysym ausgegeben. Der keysym umfasst sowohl einen Code (z. B. 0x77) als auch die eigentliche Taste; wenn du beispielsweise die Taste 'h' drückst, wird der keysym wie folgt angezeigt:

(keysym 0x68, h)

Drücke nun die Multimedia-Tasten deiner Tastatur und achte auf den ausgegebenen keysym. Falls der keysym inkorrekt ist - d. h. falls der zweite Teil nicht wie eine korrekte Beschreibung der beabsichtigten Funktion der Taste aussieht -, hast du das Problem gefunden. Erstelle nun eine Fehlermeldung im Bugzilla, wobei du als RPM package xkeyboard-config angeben solltest. Gib ebenfalls die Modellbezeichnung deiner Tastatur (oder deines Laptops, falls du einen Laptop verwendest) sowie für jede falsch gedeutete Taste den keycode, den keysym und die beabsichtigte Funktion der Taste an.

[bearbeiten] Unterstützung einer einfachen Synchronisation mit Mobilgeräten

Mandriva Linux 2008 Spring enthält Unterstützung für eine mühelose Synchronisation vieler Mobilgeräte mit dem KDE- oder GNOME-Desktop, insbesondere für PDAs und Smartphones mit Windows Mobile 5, 6 oder 6.1, Blackberry-Smartphones und viele Nokia-Handys. Zur Implementierung dieser Unterstützung wurden mehrere neue Pakete eingeführt, darunter die Synchronisationsanwendung KitchenSync, es wurden Fehler berichtigt und Metapakete (für bestimmte Aufgaben zusammengestellte Paketgruppen) für jede Geräteklasse erstellt. Umfassende Informationen zu dieser neuen Funktion findest du auf dieser Seite.

[bearbeiten] PC-Lautsprecher standardmäßig aktiviert

Der PC-Lautsprecher (interner Lautsprecher oder "System Bell") ist in Mandriva Linux 2008 Spring standardmäßig aktiviert und wird von einigen Anwendungen genutzt, um den Benutzer auf verschiedene Ereignisse aufmerksam zu machen. Die Einstellung (an/aus, Tonhöhe und -dauer) kann in der Konsole unter Settings->Bell, in Kcontrol->Sound->System Bell; in der bash-Shell mit set bell-style none oder mit xset -b konfiguriert werden. Alternativ kannst du den Systemlautsprecher vollständig deaktivieren, indem du eine Datei namens /etc/modprobe.d/disable-pcspkr.conf mit folgendem Inhalt erstellst:

blacklist pcspkr

[bearbeiten] Änderungen in Bezug auf die Installation

[bearbeiten] UUID-gestütztes Einhängen von Partitionen

Die Mandriva Installationsprogramme konfigurieren Einhängepunkte (mount points) nun standardmäßig anhand der UUID einer Partition und nicht anhand ihrer Gerätebezeichnung (hda1, sdc3 usw.). Da die UUID eines Gerätes oder einer Partition sich niemals ändern sollte, können hierdurch Probleme vermieden werden, die zuvor auftreten konnten, weil die Gerätebezeichnungen sich ändern konnten, wenn eine weitere Festplatte hinzugefügt wurde oder eine Platte ausgebaut wurde oder wenn eine Änderung im Kernel dazu führte, dass ein geändertes Benennungsschema für Gerätebezeichnungen, die von bestimmter Hardware bereitgestellt wurden, verwendet wurde. Falls du das ältere System bevorzugst, kannst du die Verwendung von UUID zur Einrichtung der Einhängepunkte bei der Installation verhindern, indem du den Kernelparameter

use_uuid=0

im Boot-Menü des Installationsprogramms angibst. Für unbeaufsichtigte Installationen fügst du die Zeile:

uuid_by_default => 0,
zur Datei auto_install.cfg.pl hinzu.

[bearbeiten] Änderungen in Bezug auf Softwarepakete

[bearbeiten] KDE-Integration eines zeitgestützten Wechsel des Hintergrundbildes

Für KDE wurde eine neue Funktion entwickelt, durch die das Hintergrundbild sich je nach Tageszeit ändert. Um diese Funktion zu aktivieren, benötigst du eine XML-Datei, in der beschrieben ist, welches Hintergrundbild zu welcher Tageszeit angezeigt werden soll. Das Format dieser Datei stimmt mit der entsprechenden GNOME-Funktion überein. Diese Funktion ist standardmäßig in Mandriva Linux 2008 Spring aktiviert und verwendet das neue 2008 Spring-Theme.

[bearbeiten] PulseAudio-Soundserver wird standardmäßig verwendet

In dieser Ausgabe ist der PulseAudio-Soundserver installiert und standardmäßig in allen neuen Installationen und Upgrades, die mit dem offiziellen Installationsprogramm durchgeführt werden, aktiviert. Die Vorteile von PulseAudio sind u. a. ein wesentlich verbessertes Handling von mehreren Soundkarten, die Fähigkeit, die Audioausgabe verschiedener Anwendungen separat zu regeln, und fortschrittliche Netzwerkfähigkeiten. Wir haben uns nach Kräften bemüht sicherzustellen, dass möglichst viele Anwendungen korrekt mit PulseAudio zusammenarbeiten. Es ist jedoch möglich, dass manche Benutzer diesen Soundserver deaktivieren möchten. Einige der bekannten Probleme mti PulseAudio sind:

  • PulseAudio verwendet einen qualitativ besseren, aber CPU-intensiveren Resampling-Algorithmus als ALSA. Falls deine Sound-Hardware bestimmte Sampling-Raten nicht nativ abspielen kann, führt PulseAudio ein Resampling der Audiodaten durch, bevor sie an die Karte gesendet werden. Ein Resampling ist ebenfalls erforderlich, wenn gleichzeitig zwei Audio-Streams mit unterschiedlichen Sampling-Raten ausgegeben werden sollen (z. B. wenn gleichzeitig eine Audio-CD - 44,1KHz - und eine DVD - normalerweise 48KHz - abgespielt werden). Wenn ein Resampling erforderlich ist, benötigt PulseAudio im Vergleich zu ALSA in derselben Situation das Zwei- bis Dreifache an Rechenleistung. Auf den meisten modernen Rechnern wird dies kaum spürbar sein, aber auf älteren Systemen kann dieser Rechenaufwand einen erheblichen Anteil der verfügbaren Rechenleistung ausmachen.
  • PulseAudio ist auch nicht wirklich kompatibel mit dem JACK-Server, der für professionelle Audioanwendungen eingesetzt wird. Falls du JACK benutzen möchtest, solltest du zunächst PulseAudio deaktivieren.
  • Es kann noch bestimmte Anwendungen geben, die trotz unserer Bemühungen nicht korrekt mit PulseAudio zusammenarbeiten.

Im Sound-Hardware-Konfigurationswerkzeug draksound kannst Du PulseAudio deaktivieren oder 5.1/Surround-Einstellungen konfigurieren.

[bearbeiten] KDE 4 testen

Um die aktuelle Version von KDE 4 in Mandriva Linux 2008 Spring zu testen, musst du zunächst die offiziellen Mandriva-Paketquellen einrichten, wie hier beschrieben. Installiere dann das Paket task-kde4 oder task-kde4-minimal. Bei der nächsten Anmeldung ist KDE 4 als eine der Desktop-Auswahlmöglichkeiten im Anmeldebildschirm verfügbar.

[bearbeiten] AppArmor

AppArmor ist kein Kernelmodul mehr, sondern ist nun in den Kernel eingebaut. Um es zu aktivieren, kannst du den Parameter apparmor=1 auf der Kernel-Befehlszeile eintragen. Kernelparameter können mit drakboot, dem Mandriva-Werkzeug für die Boot-Konfiguration im Mandriva Kontrollzentrum, durch manuelle Bearbeitung der Bootloader-Konfigurationsdatei - /boot/grub/menu.lst für GRUB oder /etc/lilo.conf für LILO - oder durch Eingabe des Kernelparameters nach der Auswahl des gewünschten Kernels im Bootmenü-Bildschim festgelegt werden.

[bearbeiten] Codeina - Installationssystem für Multimedia-Codecs

Das Codeina-Framework wurde eingeführt, um Codecs zum Abspielen von Multimediadateien, für die noch kein Codec im System installiert ist, bereitzustellen und zu installieren. So wird es viel einfacher, eine Vielzahl unterschiedlicher Formate in Mandriva Linux 2008 Spring abzuspielen.

[bearbeiten] Änderungen in Bezug auf die Mandriva-Werkzeuge

[bearbeiten] Verbesserungen an den Mandriva Softwaremanagement-Werkzeugen

Es wurden Verbesserungen an der Oberfläche des grafischen Softwaremanagement-Werkzeugs RPMdrake vorgenommen. Die Suchfunktion wurde überarbeitet und bietet nun zusätzliche Funktionen, während sie zugleich einfacher zu verstehen und zu benutzen ist. Pakete können wieder nach Größe sortiert werden und die flache Listenansicht ist wieder verfügbar. Das Tool ist nun besser auf Geräten mit geringer Auflösung zu benutzen (beispielsweise auf dem EeePC): die Größe des Paket-Felds kann geändert werden und das große graue Banner am oberen Rand des Tools wird bei niedrigeren Auflösungen nicht angezeigt.

[bearbeiten] Neues Paketinformationssystem für RPMdrake und urpmi

Ein vollständig neues Paket-Metainformationssystem wurde eingeführt. Dabei handelt es sich um das System, mit dem urpmi und RPMdrake erweiterte Informationen zu Paketen bereitstellen und Abfragen anhand dieser Informationen durchführen können. Die Informationen umfassen die Beschreibungen der Pakete, Dateilisten, Changelogs usw.

In früheren Ausgaben von Mandriva Linux waren für jede Paketquelle zwei hdlist-Dateien verfügbar. Die eine - die so genannte synthesis hdlist-Datei - enthielt nur minimale Informationen zu jedem Paket, damit urpmi und RPMdrake die Pakete korrekt installieren konnten. Die Datei enthielt keine Paketbeschreibungen, Dateilisten oder Changelogs. Die andere - die so genannte full hdlist-Datei - enthielt alle diese Informationen in einer einzigen Datei, die in den größeren offiziellen Paketquellen sehr groß sein konnte.

Wenn eine Paketquelle zum ersten Mal hinzugefügt wurde, war es möglich, entweder die synthesis oder die full hdlist-Datei zu verwenden. Bei Verwendung der synthesis-Datei wurden nur minimale Paketinformationen bereitgestellt, aber das System war schnell. Bei Verwendung der full hdlist-Datei waren sämtliche Informationen zu den Paketen verfügbar, doch war das System langsam. Außerdem wurde beim Hinzufügen von Paketquellen in den grafischen Mandriva-Werkzeugen automatisch die synthesis hdlist-Datei verwendet, so dass nur minimale Informationen zu den Paketen in diesen Paketquellen zur Verfügung standen. Darüber hinaus machte es das System recht schwierig, zwischen beiden Optionen zu wechseln.

Das neue System in Mandriva Linux 2008 Spring beseitigt alle diese Mängel. Die full hdlist-Dateien wurden aus den offiziellen Paketquellen entfernt und nur die synthesis hdlist-Dateien blieben vorhanden. Die synthesis hdlist-Datei wird immer verwendet, wenn eine Paketquelle zum ersten Mal hinzugefügt wird; hierdurch wird die Operation sehr schnell. Die erweiterten Informationen zu jeder Paketquelle wurden in mehrere separate Dateien im XML-Format aufgegliedert. urpmi und RPMdrake können diese Dateien auf Wunsch automatisch abrufen: Wenn du beispielsweise versuchst, das Changelog für ein Paket anzuzeigen oder abzurufen, werden automatisch die erweiterten Informationen, in denen die Changelogs enthalten sind, für die Paketquelle, in der sich das jeweilige Paket befindet, heruntergeladen, sofern sie nicht bereits verfügbar sind. Diese Dateien mit erweiterten Informationen werden nach dem Download lokal auf dem Rechner gespeichert und werden nur erneut heruntergeladen, wenn sie geändert wurden.

Es ist möglich, das Download-Verhalten für diese Informationsdateien im grafischen Paketquellen-Konfigurationswerkzeug von Mandriva zu ändern. Du kannst festlegen, dass diese erweiterten Informationsdateien niemals heruntergeladen werden oder nur dann heruntergeladen werden, wenn du die Paketlisten aktualisierst. Dies kann sehr nützlich sein, wenn du über eine langsame Netzwerkverbindung verfügst oder wenn deine Netzwerkverbindung je Transfervolumen abgerechnet wird (zum Beispiel bei einer Datenverbindung per Handy).

[bearbeiten] Mandriva Online

Mandriva Online - das Hilfsprogramm, das über verfügbare Aktualisierungen informiert - zeigt in dieser Ausgabe kein Symbol an, wenn das System auf dem aktuellen Stand ist; so wird Platz im Systembereich der Kontrollleiste gespart. Es wird ein Symbol angezeigt, wenn Aktualisierungen verfügbar sind oder wenn das Applet nach aktualisierten Paketen sucht oder irgendwelche Eingaben erwartet. Vor der ersten Prüfung wartet das Applet nun nach der Anmeldung einige Minuten, so dass das System beim Start der Sitzung nicht mit zusätzlichen Prozessen belastet wird. Das Applet greift zur Anzeige der Benachrichtigungen auf die neue libnotify-Infrastruktur zurück, so dass die Benachrichtigungen optisch ansprechender sind und den Benachrichtigungen aus anderen Anwendungen entsprechen. Und nicht zuletzt wurde der Speicherbedarf des Tools im Vergleich zu früheren Versionen wesentlich reduziert.

[bearbeiten] Neues LAMP-Metapaket

Ein Metapaket (Aufgabenpaket) - task-lamp - wurde in diese Ausgabe aufgenommen, um die Installation eines kompletten Satzes von LAMP-Paketen (Linux, Apache, MySQL, PHP / Perl / Python) zu ermöglichen. So ist es einfacher als je zuvor, einen typischen Webserver auf einem Mandriva Linux-System einzurichten. Dieses Paket und alle seine Abhängigkeiten sind auf der Free-Edition dieser Ausgabe enthalten.

[bearbeiten] Unterstützung für Windows Vista im Migrationsassistenten

Das transfugdrake-Werkzeug und dessen Migrationsassistent-Backend unterstützen nun die Migration der 'Dokumente und Einstellungen' aus Windows Vista.

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