2009.0 Notes

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Mandriva Linux 2009 Release Notes


Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Einführung

Diese Seite beinhaltet wichtige Informationen über die Mandriva Linux 2009 Version.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Generelle Informationen über neue Eigenschaften und wichtige Änderungen
  • Änderungen am Mandriva Installer und Upgrade Anweisungen für Mandriva Linux 2008 Spring Nutzer
  • Änderungen an unterstützen Hardware und Treiber
  • Änderungen bezüglich der Software Pakete
  • Weitere technische Informationen für erfahrene Nutzer

Bitte lies dir auch die Mandriva Linux 2009 Errata - die Errata für die 2009 Version - durch. Die Errata Seite beinhaltet Informationen über bekannte Fehler und Probleme in Anweisungen sie zu beheben, zu vermeiden oder zu umgehen.

Mandriva Linux 2009 ist noch nicht erschienen. Diese Release Notes handeln von den Vorversionen von Mandriva Linux 2009. Die aktuelle Vorversionen ist Mandriva Linux 2009 RC 2.

[bearbeiten] Allgemeine Informationen zu neuen Funktionen und umfangreichen Änderungen

Mandriva Linux 2009 beinhaltet (oder wird beinhalten) folgende Versionen der wichtigsten Distributionskomponenten: Kernel 2.6.27, X.org 7.3, KDE 4.1 (und 3.5.10 in /contrib), GNOME 2.24, Mozilla Firefox 3, OpenOffice.org 3.

[bearbeiten] Varianten

Mandriva Linux 2009 wird in verschiedenen Editionen verfügbar sein::

  • die One Edition wird eine installierbare Live CD sein, welche die aktuellsten proprietären Treiber enthält und kostenlos heruntergeladen werden kann
  • die Powerpack Edition wird Support, Services, ein breites Angebot an Pakete und viele weitere proprietäre Anwendungen wie etwa (aber nicht definitiv) LinDVD, Scilab und 03 Spaces beinhalten. Die Liste der kommerziellen Anwendungen für 2009 Powerpack wurde noch nicht fertiggestellt; eine endgültige Liste wird in nächster Zeit veröffentlicht.
  • die Free Edition wird ein Open-Source-Software Edition sein, ohne jegliche unfreie Pakete die in den anderen Editionen vorhanden ist und kann kostenlos heruntergeladen

Für weitere Informationen als welchen Editionen die aktuelle Mandriva Linux 2009 Vorversionen verfügbare ist, siehe diese Seite.

Für weitere Informationen zu den verschiedenen Editionen, siehe diese Seite um die richtige Edition für dich zu finden.

Zusätzliche Informationen sind online verfügbar:


[bearbeiten] Nicht mehr benötigte/verfügbare Funktionen

[bearbeiten] Kernel-laptop entfernt

Der kernel-laptop Kernel ist in Mandriva Linux 2009 nicht mehr vorhanden. Durch das Verbessern des Kernel-Codes hat zur Folge, das einige der Unterschieden zwischen Laptop- und Dekstop-Kernel irrelevant geworden sind und einige problemlos in den Dekstop Kernel integriert wurden. Deswegen ist für Mandriva Linux 2009 der Desktop Kernel genauso für Laptops geeignet und wir automatisch auch auf Laptops installiert. Diejenigen die von früheren Versionen auf Mandriva Linux 2009 aktualisieren, werden automatisch wechseln, solange sie das passende -latest Metapaket installiert haben.


[bearbeiten] Änderungen im Bezug auf die unterstützte Hardware und Treiber

[bearbeiten] High Memory (bis zu 4GB RAM) Unterstützung des kernel-desktop586 (Mandriva Linux One)

In früheren Versionen unterstütze der kernel-desktop586 - welcher eigentlich zur Unterstützung von wirklichen i586 (Intel Pentium oder kompatiblen) Prozessoren eingeführt wurde, da der übliche kernel-desktop nur i686 (Pentium II oder kompatible ) und neuere Prozessoren unterstützt - lediglich bis zu 1GB RAM. Das hatte den Grund, dass es wahrscheinlich kein i586 Prozessorsystem gibt, welches mehr als 1GB RAM verwendet. Jedoch wird, mit der Einführung der One Edition von Mandriva Linux, dieser Kernel verwendet um auf einem möglichst breitem Hardwarespektrum zu funktionieren, mit der Konsequenz, dass die One standardmäßig nicht mehr als 1GB RAM erkennt. Um Systeme mit mehr als 1GB RAM auszunutzen, haben wir in dieser Version den kernel-desktop586 so angepasst, dass er wie der kernel-desktop bis zu 4GB RAM erkennt. Unsere Test haben ergeben, dass der resultierende Leistungsverlust auf wirklichen i586 Systemen sehr gering ist und die kleine Gruppe an Nutzern, die Mandriva Linux auf einem i586 Prozessor nutzen, nicht übermäßig belastet wird.


[bearbeiten] gspca-unterstütze Webcams laufen ohne weiteres Zutun

Mit Mandriva Linux 2009 werden alle vom gspca Treiber unterstützten Webcams ohne weitere Konfigurationen oder Paketinstallationen funktionieren. In früheren Mandriva Linux Versionen war dazu erst die manuelle Installation eines Treiberpakets nötig.

[bearbeiten] Änderungen im Bezug auf die Installation

[bearbeiten] Neuer Installer

Für Mandriva Linux 2009 wurde der traditionelle Installer (DrakX) komplett überarbeitet, wesentlich umgeschrieben und bekam eine neue Oberfläche. Die Veränderungen machen den Installer attraktiver, mächtiger und einfacher zu nutzen.

[bearbeiten] Post-Installationsroutine des One Installers

Der One Installer (unterscheidet sich vom traditionellem DrakeX Installer) hat nun eine verbesserte Post-Installationsroutine. Nach der erfolgreichen Installation werden automatische Treiber für nicht verbaute Hardware und nicht genutzte Sprachpakete entfernen. Das reduziert sowohl die Bootzeit als auch den verbrauchten Festplattenspeicher.


[bearbeiten] Änderungen im Bezug auf die Mandriva-Werkzeuge

[bearbeiten] Neues Standard Authentifizierungsschema

Mandriva Linux 2009 führt das neue Authentifizierungsschema namens tcb - der Alternative zu shadow ein. Die tcb Suite wurde, beim Umstieg zum tcb Schema, zum besseren Schutz der Benutzerpasswörter entwickelt (anders als bei shadow, wo Passwörter global in /etc/shadow geschrieben werden, hat bei tcb jeder Nutzer via /etc/tcb/(username)/shadow nur Zugriff auf sein eigenes Passwort). Es arbeitet auch mit dem alten shadow Schema, welcher als Standard in Mandriva Linux verwendet wird. Ein Werkzeug, set_tcb, ist vorhanden, um zwischen shadown und tcb Passwörtern wechseln zu können.

Das pam_tcb Modul ist vollständig abwärtskompatibel mit pam_unix und demzufolge werden die meisten, wenn nicht sogar alle, von pam_unix verwendeten PAM Konfigurationsdateien weiter funktionieren, sofern das System weiter /etc/shadow nutzt (pam_unix Kompatibilität wird nicht funktionieren, wenn das System tcb Passwörter nutzt).

Ein weiterer Vorteil pam_tcb zu nutzen, ist die Fähigkeit stärkere blowfish, sha256c, oder sha512c Passwörter anstelle von md5 Passwörtern zu verwenden. Neuinstallationen werden blowfish als Standard für Passwörter nutzen.

Bei einem Upgrade von früheren Mandriva Linux Versionen auf Mandriva Linux 2009.0 wird die PAM Konfigurationsdateien nicht automatisch migrieren oder auf pam_unix Kompatibilität, welches weiter md5 Passwörter nutzt, angewiesen sein. Um die Vorteile der neuen Passwortzerstückelung zu nutzen, müssen die PAM Konfigurationen in (/etc/pam.d/system-auth) aktualisiert werden, so dass sie pam_tcb direkt aufrufen. Das kann ebenfalls mit dem set_tcb Werkzeug geschehen. Bestehende MD5-Passwörter funktionieren weiterhin, alle neue oder veränderte Passwörter werden jedoch die gewählte Zerstückelung verwenden.

Es sollten keine Veränderungen beim Gebrauch von LDAP oder NIS Authentifizierungen auftreten.


[bearbeiten] Verwaiste Pakete mit urpmi finden

Der Paketmanager von Mandriva, urpmi, ist nun in der Lage verwaiste Pakete zu finden und zu entfernen - Pakete die als Abhängigkeit installiert wurden, jedoch nicht mehr gebraucht werden. Jedesmal wenn du eine URPMI Operation beendest, wirst du über vorhanden Waisenpakete informiert werden. Du kannst sie dann mit folgendem Befehl entfernen:

urpme --auto-orphans

[bearbeiten] Updatestatus von Repositories nicht länger über ein Werkzeug änderbar

In Mandriva Linux werden für ein Update nur Paketquellen verwendet die als solche markiert sind. In Mandriva Linux 2009 lässt sich dieser Status nicht mehr über den Paketquellenmanager ändern, da es nur in sehr wenigen Ausnahmen Sinn macht und in der Vergangenheit viele Nutzer fälschlicherweise Repositories als Updatemedien markiert haben, die eigentlich gar keine sind - zum Beispiel die Backport-Repositories - und installierten sich so mit negativen Folgen Pakete, die sie nicht benötigten. Daher haben wir den Paketquellenmanager so verändert, dass sich der Status nicht mehr ändern lässt.

Falls der ein oder andere Nutzer den Status verändern muss, weil du zum Beispiel alle Paket mit den Backportquellen aktualisieren willst und du eventuelle Probleme in Kauf nimmst, musst du die Anwendungen von der Konsole aus im Expertenmodus starten:

drakrpm-edit-media --expert

Wir weisen jedoch erneut darauf hin, dass es für gewöhnlich eine schlecht Idee ist den Status der Repositories zu ändern!

[bearbeiten] Schriftgröße und physikalische DPI

Frühere Versionen von Mandriva Linux haben versucht den richtige DPI (dots per inch, deutsch: Punkte pro Zoll) Wert für deinen Monitor zu setzten. Dieser DPI Wert wird hauptsächlich zum rendern von Schriften verwendet. Das System versucht sicher zu stellen, das ein '10 Punkt' großes Zeichen auf jedem Monitor die gleiche physikalische Größe hat.

Löblicherweise arbeitet das System ohne größere Probleme, abgesehen von bizarren Ergebnissen, wenn die DPI Erkennung fehlschlug, da keine Oberfläche einer Desktopumgebung völlig unabhängig von der Auflösung ist, was bedeutet, dass auf einem Bildschirm mit hoher DPI (also meist ein kleiner Monitor mit hoher nativen Auflösung) Zeichen größer als das Element der Oberfläche zu dem es gehört sein konnten. Ähnliche Probleme konnten bei Webseiten auftreten, die auf spezifische Größen in Pixel basieren und somit nicht auflösungsunabhängig dargestellt werden. Lange Rede kurzer Sinn, wie die meisten Nutzer schon festgestellt haben, ist die Computerwelt nicht in der Lage die ideale Auflösungsunabhängigkeit zu erreichen.

Mit Mandriva Linux 2009 haben wir uns dazu entschieden den Konventionen der meisten anderen Betriebssystem und Distributionen anzuschließen und für alle Monitore den gleichen DPI Wert einzustellen, egal welcher Wert eigentlich korrekt wäre. Als Wert wird 96 DPI verwendet, wie bei den meisten anderen Betriebssystemen. Das führt dazu, dass Zeichen der gleichen Punktgröße auf verschiedenen Monitoren größer oder kleiner ausfallen könne, je nach Auflösung und physikalischer Größe des Monitors, wie viele Nutzer es von Microsoft Windows oder Apple OS X gewohnt sind und viele Anwendungen und Websteiten es erwarten. Benutzer die weniger Lust haben eine kleine 10 Punktschrift auf einem hochauflösendem Laptop-Bildschirm zu lesen, können die DPI Werte in KDE bzw. GNOME Kontrollzentrum oder einfach die Schriftgröße verändern.

Mehr Informationen: logical DPI(en)


[bearbeiten] Weitere Änderungen

[bearbeiten] LEGACY_PTY_COUNT ist jetzt 0

Legacy PTY (/dev/ttyxx sind weiterhin in unserem Kernel aktiviert, jedoch werden standardmäßig keine erzeugt um die Bootzeit um einige Sekunden zu verkürzen. Wenn du für eine veraltete Anwendung welche benötigst, kannst du folgenden Bootparameter ergänzen:

pty.legacy_count=32

Wobei du die 32 durch eine Nummer deinen Bedürfnissen entsprechend ersetzten kannst.

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