2009.1 Errata

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Diese Seite beinhaltet die Errata für Mandriva Linux 2009.1, d.h. sie beinhaltet Information über bekannte Probleme mit Mandriva Linux und - falls verfügbar - wie man sie behebt, vermeidet oder umgeht. Du solltest dir auch die Release Notes ansehen, welche generelle Informationen zur Mandriva Linux 2009 Spring-Version enthält.

Mandriva Linux 2009 Spring befindet sich derzeit in der Entwicklung. Während des Entwicklungszyklus' wird diese Errata Probleme listen, die Nutzer in den Beta- und Cooker-Veröffentlichungen entdeckt haben. Da es sich um eine Entwicklungsversion handelt, gilt der übliche Weg zur Problemlösung hier nicht. Es gibt keine offiziellen Updates für Beta-Versionen. Probleme werden durch Updates gelöst, die direkt in den Cooker-Zweig hochgeladen werden und sobald eine neue Beta-Version erscheint, werden die Probleme dort gelöst sein. Fehler die in späteren Versionen nicht mehr vorhanden sind, aber in früheren noch bestehen, werden als "resolved" (gelöst) markiert. Wenn ein Problem jedoch in der aktuellsten Beta-Version besteht, in der aktuellen-Cooker jedoch nicht, wird es erst als gelöst markiert, wenn eine neue Beta erschienen ist. Es wird aber eine Notiz und ein Verweis auf das entsprechende Paket in der Fehlerbeschreibung ergänzt.

Errata früherer Mandriva Linux Versionen

Für frühere Versionen sind weitere Errata verfügbar:

Testkandidaten-Updates

Wenn ein Fehler in Mandriva Linux 2009 Spring erkannt wird, wird der Verantwortliche eventuell ein Paket erstellen, mit dem seiner Meinung nach der Fehler behoben wird und es in die Mandriva /main/testing-Quellen hoch laden, welche zum Testen möglicher Bugfixes gedacht sind. Diese Pakete können dann von Nutzern, die von dem Fehler betroffen sind und vom Mandriva Qualitätssicherungsteam getestet werden. Wenn sich bei den Tests herausstellt, dass das neue Paket das Problem löst und keine neuen verursacht, wird das Paket für alle Nutzer von Mandriva Linux 2009 Spring mittels MandrivaUpdate zur Verfügung gestellt.

Wenn du von einem Fehler betroffen bist, für den ein Testkandidat verfügbar ist, und du der Mandriva Linux-Community helfen möchtest, dann installiere dir das Paket. Vorher musst du dein System eventuell derart einstellen, das Mandrivas Paketverwalter die /main/testing-Repository mitbenutzt. Für weitere Anweisungen, schaue dir bitte Installieren und Löschen von Software (Backports und Testkandidaten) an.

Es gibt auch noch ein /contrib/testing-Repository, welches für den /contrib-Bereich die gleiche Aufgabe erfüllt (dennoch können wir nicht garantieren, das Fehler in /contrib-Paketen behoben werden; die Verantwortlichen entscheiden sich vielleicht das Problem selbst zu lösen). Wie du das Repository einstellst, erfährst du auf der selben Seite.

Updates installieren

Updates für Pakete in den /main, /non-free und /contrib-Bereichen von Mandriva Linux kannst du über Mandriva Update installieren lassen, indem du im Mandriva Kontrollzentrum im Menü "Software verwalten" die Option "Aktualisieren des Systems" wählst. Wenn du es nicht abgeschaltet hast, wird dich aber auch "Mandriva Online" über verfügbare Updates informieren In diesem Fall wird ein rotes Symbol mit einem Ausrufezeichen in der Kontrollleiste zu sehen sein.

Installationsprobleme

Upgrade-Probleme

Aktualisiere dein Mandriva Linux System bevor du das Upgrade durchführst

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #41416. Das online Upgrade in Mandriva Linux 2009, wie vom mdkapplet Popup vorgeschlagen , schlägt eventuell fehl, wenn das Paket usermode nicht aktuell ist.

Splashy nach dem Upgrade nicht aktiviert

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #50293. Bei einem Upgrade einer früheren Mandriva Linux-Version über den Installationsassistenten (Free oder Powerpack), wird eventuell der vga=XXX-Parameter fälschlicherweise aus der Kernel-Zeile im Bootloader entfernt. Dadurch wird der grafische Startvorgang Splash deaktiviert. Den fehlenden Parameter zu ergänzen behebt das Problem jedoch.

Wechsel von KDE 3 zu KDE 4

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #42398. Mandriva Linux 2009 Spring nutzt KDE 4 als Standard KDE-Desktop. In den contrib-Zweigen ist KDE 3 weiterhin zu finden, allerdings wird es nicht mehr offiziell von Mandriva gewartet. Daher empfiehlt Mandriva einen Wechsel von KDE 3 zu KDE 4. Benutzer von Version vor Mandriva Linux 2009 müssen demnach ihre Einstellung der KDE3-Anwendungen auf die neuen Versionen migrieren, da zu diesem Zweck kein Script existiert. Im englischen Mandriva-Wiki ist jedoch eine detaillierte Anleitung zu dem Thema vorhanden: KDE3 to KDE4 Howto(en)

Die Signatur-Schlüssel der Paketquellen werden beim Update per Installationsassistent nicht korrekt importiert

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #50383. Bei einem Upgrade einer früheren Version von Mandriva Linux über den Installationsassistenten (Free oder Powerpack), werden die Signatur-Schlüssel der Paketquellen eventuell nicht korrekt importiert und verursachen Fehlermeldungen während der Installation. Das wird ein Upgrade nicht unterbinden, jedoch werden die Schlüssel nach der Installation nicht überprüft werden. Um das Problem zu umgehen, kannst du alle per Mandriva Control Center > Software verwalten > Paketquellen verwalten alle Quellen erst entfernen und danach neu hinzufügen.

Kernel-Probleme

DVB Empfänger funktionieren nicht mit ASUSTeK P7131 Dual saa7134 basierten Karten

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #49026. Seit Kernel 2.6.29 arbeiten DVB Empfänger nicht korrekt mit ASUSTeK P7131 Dual saa7134 basierten Karten. Eine mögliche Zwischenlösung ist es, das die Kernel-Pakete kernel-tmb-desktop-latest und kernel-tmb-desktop-devel-latest zu installieren. Bitte beachte, dass Benutzer des freien radeonhd-Treibers für ATI/AMD-Karten eventuell mit radeon.modeset=0 Kernel Mode-Setting abschalten müssen.

Hardware-Probleme

Upgrade des X11-Servers

Mandriva Linux 2009 Spring beinhaltet die neue X.org Server-Version 1.6, welche einige Probleme verursacht:

Einige ATI-Karten werden nicht länger vom proprietären Treiber (fglrx) unterstützt

Eine neue Version des proprietären Treibers, fglrx, wurde von ATI/AMD veröffentlicht, der den neuen X.org-Server unterstützt. Die neue Version des Treibers unterstützt jedoch weniger Karten als zuvor, so dass einige Grafikkarten nicht mehr unterstützt werden. Diese Karten werden standardmäßig mit dem quelloffenen Treiber eingerichtet.

Mögliche Instabilitäten von 3D-Anwendungen beim Verwenden des freien Treibers für ATI/AMD-Karten

Einige Benutzer von ATI/AMD-Grafikkarten berichteten, dass ihr System bei intensiver Nutzer von 3D-Anwendungen und 3D-Spielen stehen blieb. Das Problem lässt sich durch den proprietären Treiber fglrx lösen, jedoch werden nur noch neuere Karten (ab dem Chipsatz R300) von diesem unterstützt. Wir hoffen allerdings schnellstmöglich eine verbesserte Version des radeon und radeonhd Treibers anbieten zu können. Wenn du wissen willst, welchen Chipsatz deine Grafikkarte verwendet, wende dich an die Wikipedia Seite, welche die Grafikkarten vergleicht.

SiS 670/671-basierte Grafikkarten funktionieren nicht

X.org 1.6 verlangt, dass alle Grafik Treiber auf dem libpciaccess-Schnittstellen-System basieren. Der externe Treiber zur Unterstützung einiger SiS-Geräte, x11-driver-video-sisimedia, wurde bisher jedoch nicht portiert und funktioniert daher nicht. Du wirst den vesa-Treiber nutzen müssen, um zumindest grundlegende grafische Unterstützung zu erlangen. Der Autor des Treibers wurde mit Nachdruck gebeten den Treiber zu portieren. Sobald das abgeschlossen wurde, wird Mandriva Linux 2009 Spring ein aktualisierter Treiber hinzugefügt.

langsames Ansprechen des Internet (vor allem beim Surfen)

IPv6-Problem

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #27070. Ein bekanntes Problem aller Linux-Distributionen, die IPv6 Netzwerke aktiviert haben (der neue Standard für Netzwerkaddressierung mit längerem hexadezimalen Adressformat um eine größere Anzahl möglicher Adressen zu gewährleisten. Der alte Standard ist IPv4, was vier Gruppen mit jeweils drei Ziffern für ein dezimales Adressformat bereitstellt z.B. 216.105.167.65). Einige Systeme und Netzwerke können jedoch nicht gut damit umgehen, dass bei dir IPv6 aktiviert ist. Falls du also lange Antwortzeiten - besonders beim Surfen - bemerkst und keinen anderen Grund dafür findest, solltest du probieren IPv6 auszuschalten. Um das zu tun, musst du die Datei /etc/modprobe.conf bearbeiten. Ergänze folgende Zeile und starte deinen Rechner neu:

install ipv6 /bin/true

TCP Window Scaling

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #27073. Falls damit dein Problem nicht behoben wurde, gibt es eine weitere Möglichkeit. Die meisten Linux-Distributionen, so auch Mandriva, aktivieren eine Kernelfunktion namens TCP Window Scaling. Das ist eine sehr nützliche Funktion, um die Transfergeschwindigkeit über Verbindungen mit hoher Bandbreite zu erhöhen. Jedoch gab es eine Änderung der Standardeinstellung für TCP Window Scaling beim Kernel 2.6.17, was bei einigen Nutzern auf bestimmten Internetseiten sehr lange Zugriffszeiten zu verursachen scheint. Um herauszufinden, ob bei dir TCP Window Scaling das Problem ist, kannst du es mit folgendem Kommando abschalten:

sysctl -w net.ipv4.tcp_window_scaling=0

Wenn damit das Problem gelöst ist, kannst du die Änderung bleibend einstellen, durch hinzufügen dieser Zeile in die Datei /etc/sysctl.conf:

net.ipv4.tcp_window_scaling=0

Das wird bei jedem Neustarten TCP Window Scaling deaktivieren. Wenns du Verbindungen mit sehr hoher Bandbreite nutzt - weil du beispielsweise regelmäßig große Dateien über ein lokales 100 Mbit oder 1 GBit-Netzwerk verschickst - wirst du vielleicht feststellen, dass TCP Window Scaling abzuschalten deine Verbindung etwas ausbremst. In diesem Fall kannst du probieren, die Standardeinstellungen der vor-2.6.17 Kernel wiederherzustellen, statt TCP Window Scaling komplett abzuschalten. Um das zu tun, musst du folgende Zeile anstelle (nicht ergänzend) der oben genannten zur Datei /etc/syctl.conf hinzufügen:

net.ipv4.tcp_rmem=4096 87380 174760

Das wird die Standardeinstellungen bei jedem Neustart ändern.

Das grafische Bootmenü funktioniert mit manchen CD-Laufwerken nicht

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #48814 und Image:bug_small.png Bug #49768. In einigen seltenen Fällen, kann es sein, dass der Startvorgang der ONE-LiveCD oder Installations-CD stehen bleibt und lediglich

isolinux

und/oder

gfxboot

anzeigt.

Falls das der Fall seien sollte, starte den Computer neu, halte die [Shift]-Taste gedrückt bis

boot:

erscheint und gib

live

(für die ONE-CD) bzw.

linux

(für die Installations-CD) ein.

Software-Probleme

Assistent zur Drucker-Einrichtung ist nicht auf der KDE One-Edition vorhanden

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #49994. Aufgrund von Platzproblemen ist die Drucker-Einrichtung, system-config-printer nicht auf den der KDE One CD enthalten. Der Eintrag im Mandriva Control Center zur Drucker-Einrichtung selbst, ist jedoch vorhanden. Wenn du ihn auswählst, werden alle benötigten Pakete heruntergeladen und installiert. Du solltest daher sicherstellen, dass die Paketquellen richtig eingerichtet sind (was sie normalerweise ohne dein Zutun sind) und die eine funktionierende Internet-Verbindung hast.

Keine Anwendung zum Brennen auf der KDE One-Edition vorhanden

KDEs Brenn-Programm, K3B, ist aufgrund von Platzproblemen nicht auf der KDE One-Edition von Mandriva Linux 2009 Spring vorhanden. Das Paket k3b kann jedoch aus dem /main-Zweig installiert werden. Danach ist das Brenn-Programm unter Menü>Werkzeuge zu finden.

Die in Mandriva Linux 2009 Spring verwendete Version von K3B ist derzeit noch in der Entwicklung. K3B ist die letzte große Anwendung die auf Qt4 portiert werden muss. Daher hatte sich Mandriva entschlossen zwei weitere Entwickler abzustellen, um bei der Portierung zu helfen. Die Hauptfunktionen von K3B sollten jedoch soweit funktionieren und ein Update auf die aktuelle Version wird nach dessen Fertigstellung im /main/update-Zweig bereitgestellt.

Ordner können in KDE 4 nicht in den Mülleimer verschoben werden

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #49151. In KDE 4 ist es derzeit nicht möglich, Ordner in den Mülleimer zu verschieben. Um das Problem zu umgehen, kann der Ordner per Rechtsklick-Menü > In den Mülleimer werfen in den Mülleimer verschoben werden. Ein Patch, welches das Problem behebt, wurde bereits erstellt und wird per Update eingespielt.

Desktop-Effekte laufen nicht auf langsamen Systemen, wenn Speedboot genutzt wird

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #49490. Bei langsameren Systemen kann es passieren, dass DRI nicht korrekt geladen wird, wenn Speedboot genutzt wird. Durch Speedboot bekommt libdrm einen Timeout während es auf die DRI-Schnittstelle wartet. Bis das Problem gelöst ist, können die betroffenen Benutzer Speedboot abschalten, in dem sie folgenden Parameter an die Kernel Boot-Zeile anhängen:

speedboot=no 

NFS Shares werden während des Startvorgangs nicht eingehängt

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #48920. Zumindest bei einigen Netzwerk-Karten scheint es Probleme bei der Überprüfung zu geben, ob ein Kabel angeschlossen ist oder nicht. Dadurch werden NFS Shares nicht eingehängt. Du kannst das Problem lösen, in dem die Zeile {cmd|MIN_LINK_DETECTION_DELAY=5}} zur Konfigurationsdatei deiner Netzwerkschnittstelle (meistens /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0) ergänzt.

Amarok 2.0.2 spielt keine mp3-Dateien ab, wenn das gstreamer-Backend genutzt wird

Siehe auch Image:bug_small.png Bug #48191. Um das Problem zu umgehen, kannst du das Paket phonon-xine. Danach kann Amarok 2.0.2 auch MP3-Dateien abspielen. Mandriva installiert das {{pkg|phonon-gstreamer}-Backend, da es Codina unterstützt und so die Möglichkeit besitzt Codecs zu installieren die von einem bestimmten Format benötigt werden.

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