2010.0 Notes

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Inhaltsverzeichnis

Mandriva Linux 2010 Release Notes

**** In progress ****

Einleitung

Diese Seite beinhaltet wichtige Informationen über Mandriva Linux 2010 (2010.0).

Folgende Themen werden behandelt:

  • Generelle Informationen über neue Eigenschaften und wichtige Änderungen
  • Änderungen am Mandriva Installer und Upgrade-Anweisungen für Mandriva Linux 2008 Spring-Nutzer
  • Änderungen an unterstützter Hardware und Treibern
  • Änderungen bezüglich der Software-Pakete
  • Weitere technische Informationen für erfahrene Nutzer

Bitte lies auch die Mandriva Linux 2010 Errata, die Errata für die 2010-Version. Die Errata-Seite beinhaltet Informationen zu bekannten Fehlern und Problemen sowie Anweisungen, wie sie zu beheben, zu vermeiden oder zu umgehen sind.

Für eine detaillierte und mit Abbildungen illustrierte Einführungen in die augenfälligsten Änderungen dieser Version, lies die Release Tour.


Varianten

Mandriva Linux 2010 wird in verschiedenen Editionen verfügbar sein::

  • die One-Edition ist eine installierbare LiveCD, welche die aktuellen proprietären Treiber enthält und kostenlos heruntergeladen werden kann. Es sind acht verschiedene Versionen der One-Edition vorhanden: jeweils vier für GNOME und KDE in unterschiedlichen Sprachen.
  • die Powerpack-Edition beinhaltet Support, Services, ein breites Angebot an Paketen und viele weitere proprietäre Anwendungen, wie Trail-Versionen von Cedega und LightZone und einen Teil des Fluendo Multimedia Codec Packs für MP3, WMA und WMV-Dateien.
  • die Free-Edition beinhaltet allein quelloffene Software, ohne jegliche unfreien Pakete, die in den anderen Editionen vorhanden sind und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Für weitere Informationen zu den verschiedenen Editionen, siehe diese Seite um die richtige Edition für dich zu finden.

Zusätzliche Informationen sind online verfügbar:


Nicht mehr benötigte/verfügbare Funktionen

KDE 3

KDE 3 wird in Mandriva Linux 2009 Spring nicht länger als kompletter Desktop enthalten sein. Die KDE 3-Pakete werden zwar weiterhin in den contrib-Repositories verfügbar sein, allerdings ohne offiziell von Mandriva gepflegt zu werden. Mit der Version Mandriva Linux 2010.0 (welche im Herbst 2009 erscheint) wird KDE 3 gänzlich aus den Repositories entfernt.


Splashy

Mit Mandriva Linux 2010 wird Splashy durch Plymouth ersetzt und wurde aus der Distribution entfernt.


Installation

Partitionierungswerkzeug

  • Das Partitionierungswerkzeug des One und Free Installers wurde grafisch überarbeitet, um die Bedienung für weniger erfahrenen Benutzer verständlicher zu gestalten. Da die Partitionierung stets ein sehr empfindlicher Punkt der Installation darstellt, versucht das neue Layout die Information grafisch abzubilden.
  • Weiterhin wird Ext4 mit Mandriva Linux 2010 als Standard-Dateisystem für neue Partitionen verwendet.


Passwort Check

Die Benutzerverwaltung im mcc wie auch während der Installation prüft nun die Sicherheit des Passworts. Drei verschiedene Symbole (und entsprechender Hintergrundfarbe) zeigen die drei unterschiedlichen Sicherheitsstufen: "zu einfach", "Passwort sollte leichte Attacken überstehen" und "Passwort scheint sicher".

Gast-Zugang

Mandriva Linux 2010 kommt weiterhin mit einem Gast-Zugang. Du kannst den Zugang nutzen, um Gäste einen sicheren Zugang zum System zu gewähren. Der Gast-Zugang ist ein temporärer Zugang, der nur über GDM bzw. KDM zugänglich ist. Das Heimverzeichnis für den Benutzer wird als tmpfs eingehängt: alle dort gespeicherten Daten werden nach dem Abmelden gelöscht. Du kannst den Gast-Zugang jedoch auch im Fortgeschrittenen-Modus der Benutzerverwaltung deaktivieren. Der Gast-Zugang ist im Paket xguest enthalten.


Minimale Installationsgröße

Die minimale Installationsgröße wurde während der Entwicklung von Mandriva Linux 2010 überarbeiten, um sie noch geringer zu halten.


Upgrade

Upgrade älterer Versionen

Bitte beachte, dass bei einem Upgrade einer älteren Mandriva Linux-Installation mittels neuer Free- oder Powerpack-Edition KDE 3 (falls installiert) durch KDE 4 ersetzt wird. Das Verzeichnis für Einstellungen und Anpassungen ~/.kde wird jedoch vorher gesichert.

Ein Upgrade birgt immer gewissen Risiken. Upgrades werden unterstützt und wir Testen die Funktionalität der Upgrades, aber aufgrund der hohen Anzahl an möglichen Paketen und Hardware-Konfigurationen ist es immer möglich, dass in genau deinem Fall ein Problem auftritt, mit dem wir nicht gerechnet haben. Daher raten wir dazu, das System vor dem Upgrade zu sichern um möglichen Datenverlust zu verhindern.

Live Upgrade

Bei einem Upgrade werden überlicherweise mehrere hundert Pakete benötigt und ist auch im Live-Modus möglich. Wenn genügend freier Speicher verfügbar ist, können alle Pakete zuerst runtergeladen und anschließend installiert werden. Das hilft das Upgrade störungsfreier durchzuführen, falls deine Internetverbindung während des Upgrades instabil oder der Spiegelserver unerreichbar ist.

Ende des Lebenszyklus des Systems

Falls dein verwendetes System nicht mehr offiziell unterstützt wird, wird eine Benachrichtigung erscheinen und mitteilen, dass die Version nicht länger unterstützt wird. Weiterhin wird ein Upgrade zur nächsten unterstützten (nicht zur aktuellsten) Version angeboten.

Falls du einer der Vorveröffentlichungen (Alpha, Beta, RC) getestet hast, raten wir dir alle Quellen zu entfernen und einen neuen Satz Quellen hinzuzufügen. Nutze das das Mandriva Control Center > Software verwalten > Paketquellen verwalten.

Konfiguration des grafischen Servers

Zum Ende des Upgrade wird gestartet. Das ist notwendig, weil einige Grafik-Chipsätze nicht mehr vom jeweiligen proprietären Treiber unterstützt werden. XFDrake wird bei diesem Karten eine erneute Konfiguration ausführen und einen alternativen (freien) Treiber nutzen.

Hauptsystem

Plymouth

Wie weiter oben bereits erwähnt, ersetzt mit dieser Version Plymouth Splashy.

  • Plymouth unterstützt Kernel Mode Setting und erlaubt somit einen flickerfreien Startvorgang, jedoch kann auch der VESA Framebuffer verwendet werden, so dass auch Chipsätze die KMS nicht unterstützten weiterhin einen grafischen Bootvorgang erhalten.
  • Plymouth lässt wesentlich besser anpassen als Splashy und erlaubt schöne grafische Effekte während des Startvorgangs.
  • Plymouth hat eine leichte und schön Skriptsprache, welche es ermöglicht schnell und einfach eigene Designs zu erstellen.

An dieser Stelle sei dem Plymouth-Team (Charles Brej und Ray Strode) nochmal besten Dank ausgerichtet, die beim Erstellen des Themes und der Integration sehr viel Hilfe geleistet hat.

Änderungen bezüglich der Rechteverwaltung von Geräten

Devices ownership is no longer changed to console privileged users. Instead, ACL are set and removed by udev on the fly. If you find any regression in device access, please fill bug reports against udev package. Pam_console and Hal won’t take care anymore of setting the right permissions on hardware devices for console users. Instead, udev and consolekit will deal with this.


=== Kernel 2.6.31

  • 2010 kommt mit dem Kernel 2.6.31. Auf Heise Online ist eine Serie von Artikeln zum Kernel Log, welche detailliert die neuen Funktionen des Kernels listet. Am auffälligsten sind natürlich Verbesserungen bezüglich der Hardware-Erkennung, mit der sich stets verbessernden Unterstützung von WLAN, Wi-Fi, Audio und Video Hardware. Weiterhin gab es Änderungen am EXT3 und EXT4 Dateisystem, schnelleres Starten und Verschlüsseln, Tomoyo Sicherheits Framework.
  • Kernel Mode-Setting, erlaubt einen glatten Übergang des Bootvorgangs zum starten des X-Servers, was das Flackern während des Startvorgangs reduziert.
  • Tomoyo Sicherheits Framework wird nun als Standard verwendet und ersetzt AppArmor


X-Server

X.org 7.5 mit dem X.org-Server 1.6.5. Der neue Treiber-Version für Intel Grafichips sollte dank DRI2 und der UXA Architektur die Geschwindigkeit und die Stabilität verbessern.

Poulsbo Treiber Unterstützung

Der Poulsbo"-Treiber (psb) wird nun ohne weiteres Zutun von der "One" und der "Powerpack"-Edition unterstützt (2D und 3D). Die Hardware wird automatisch erkannt und mit von XFdrake entsprechend eingerichtet. Da die unfreie Firmware benötigt wird, funktioniert DRI nicht nach der Installation von der Free. Nach dem Einbinden der Non-Free-Quellen steht jedoch auch mit der Free-Installation die volle Funktionalität zur Verfügung.

Virtualisierung

VirtualBox

Virtualbox 3 unterstützt nun SMP Virtuellemaschinen, verbessert die 3D Unterstützung und die Geschwindigkeit.

Xen

Xen Kernel 2.6.30: Mandriva beinhaltet nun einen Kernel auf Basis von 2.6.30 um auf Xen Dom0 zu laufen und ersetzt damit den veralteten Kernel 2.6.18.

qemu-kvm

qemu-kvm: Das KVM Virtualisierungswerkzeug ist nun im KVM-Paket enthalten.

Weiteres

  • Bash 4.0: beinhaltet viele Verbesserung für die Shell-Programmierung
  • GCC 4.4.1: besserer Code Generierung und viele Verbesserung für Entwickler wie OpenMP 3 Unterstützung und Unterstützung für den bald erscheinenden C++0x ISO Standard
  • Glibc 2.10.1

Mandriva Werkzeuge

Drakxtools

XFdrake

XFdrake erlaubt es nun [STRG]+[ALT]+[Backspace] zum Neustarten des X-Servers zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Dieses Feature ist standardmäßig aktiviert: Führe die Tastenkombination zweimal aus um sie zu verwenden.

Tomoyo-GUI

Ein neues Werkzeug wurde hinzugefügt: Tomoyo-GUI. Es ist eine komplett neue Oberfläche für Tomoyo. Tomoyo selbst wird wie weiter oben beschrieben in Mandriva Linux 2010 als Standard verwendet.

Netprofiles

Das Werkzeug zum Verwalten von Netzwerk-Profilen wurde komplett neu geschrieben. Du kannst damit einfach neue Netzwerk-Profile erstellen und verwenden (abhängig von deinem aktuellen Standort ... zuhause, bei Freunden oder auf Arbeit).

Um die Profile zu verwenden, gehe in den Netzwerk-Bereich das MCC. Und wähle "Verwalten unterschiedlicher Netzwerkprofile". Bei der Konfiguration neuer Profile kannst du einfach unterschiedliche Softwarequellen, Proxis und Netzwerke einstellen. Über das net_applet oder im draknetprofile kannst du einfach zwischen den Profilen wechseln.

net_monitor

Auch eine neues Werkzeug zum Überwachen der Netzwerkschnittstellen wurde neu geschrieben. Mithilfe der neuen Version sind auch umfangreiche Statistiken des Netzwerkverkehrs möglich.

rpmdrake

Die grafische Oberfläche zum Installieren und Entfernen von Software, rpmdrake, erlaubt es seit Mandriva Linux 2010 im kompletten Paketname zu suchen und nicht nur im Namensstamm. Wählst du als Option "Suchen im kompletten Paketname", kannst du auch nach 4.3.2 suchen und wirst alle Pakete zu sehen bekommen, die in der Version 4.3.2 vorhanden sind. Du kannst so auch nach der Release-Version der Pakete suchen (bspw. 2009.1, 2010.0, ...). Dieses Verhalten gab es in früheren Versionen von rpmdrake nicht.

Mit der Option "Nutze reguläre Ausdrücke für die Suche" ist das alte Verhalten weiterhin vorhanden.

mdkonline

  • Du kannst nun die Frequenz einstellen lassen, mit welcher nach Updates gesucht werden soll. Die neue Funktionalität ist entweder über das Mandriva Control Center erreichbar oder über einen Rechtsklick auf das Update-Applet im Systemabschnitt.
  • Kernel Update Management: Bei einem Kernel-Update wirst du nun gefragt, ob die alten Kernel entfernt werden sollen. Nur jeweils die beiden neusten Kernel bleibt vorhanden, falls also der neuste Probleme bereitet, kann auf den zuvor genutzten zurückgegriffen werden.

Urpmi

Sowohl urpmi als auch {prog|urpm}} kommen mit vielen Verbesserung um komplexe Abhängigkeiten aufzulösen. Als Beispiel sei ein Upgrade einer Distribution auf eine neuere Version dienen.


Arbeitsumgebungen

KDE

  • KDE 4.3.2 ist ein weitere Fortschritt in Sachen Stabilität und Funktionalität gegenüber KDE 4.2. Diese Veröffentlichung bringt viele neue Funktionen zu KDE 4, einige davon sind bereits aus KDE 3 bekannt, fehlten jedoch in KDE 4.0, 4.1 und 4.2, andere wiederum sind komplett neu. Weiterhin sollte es einen stabilere Desktop-Erfahrung liefern als KDE 4.2. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen:
  • Daten Migration von KDE 3: Anpassungen, Mails und Einstellungen werden gesichert und auf KDE 4 migriert
  • Tageszeitabhängiger Hintergrund: ein neues Plasma Widget, plasma-wallpaper-timeoftheday, wurde hinzugefügt. Es ändert das Hintergrundbild jede Stunde.
  • Nepomuk Integration: Mandriva unterstützt aktiv die Entwicklung der Nepomuk-Technologie. Im Zuge dessen wurde die Integration in KDE weiter verbessert. Du wirst in der Lage sein deinen Desktop entsprechend deiner Projekte anzupassen, Dokumente zu kommentieren und vieles mehr. Weitere Informationen findest du hier.
  • Amarok 2.2 Final: viele Fehler wurden behoben und es ist nun wieder möglich CDs abzuspielen.
  • Kmymoney2: Kmymoney wurde vorübergehend entfernt, da es zur Zeit unbrauchbar ist. Es wurde durch skrooge ersetzt. Du kannst deinen Daten problemlos mit kmymoney exportieren und mit skrooge importieren.
  • KMess MSN Live Instant-Messenger 2.0.0
  • KOffice 2.0.85
  • Digikam 1.0


GNOME

  • GNOME 2.28.1 ist verfügbar. Mit Verbesserung in GNOME Media mit: Webcam Unterstützung und Live Streaming in sound-recorder oder podcaster. Als Vorschau von GNOME 3.0 kannst du einen ersten Blick auf die neue gnome-shell werfen, welche das Ziel hat die Mensch-Computer-Interaktion neu zudefinieren.
  • Tomboy now can sync your notes with the Snowy Web-Service
  • Pitivi Video Editor wurde auf Version 0.13.1 aktualisiert, was eine komplette Überarbeitung beinhaltet. Weitere, aus benutzersicht interessante, Verbesserungen befinden sich bereits in den Startlöchern für die nächste Version.
  • Empathy ersetzt Pidgin und wird standardmäßig verwendet

Moblin

Für Mandriva Linux 2010 ist eine weitere Umgebung verfügbar: Moblin. Damit ist Mandriva Linux die erste Distribution, welche die komplette Mobil Umgebung enthält. Diese Umgebung wurde an die Bedürfnisse mobiler Plattformen angepasst. Netbooks lagen dabei im Fokus der Entwicklung, du kannst sie auf jedem System nutzen, wenn du eine einfache und ergonomische Umgebung für deine tägliche Arbeit suchst. Installiere einfach das Paket task-moblin. Wenn du anschließend zum Anmeldemanager gehst, kannst du Moblin als Sitzung auswählen.


Anwendungen

Unter anderem Office, Internet, Multimedia Anwendungen:

  • Die aktuelle Version des quelloffenen Browsers (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, neuere Versionen werden als Sicherheit-Updates nachgereicht), Firefox 3.5
  • OpenOffice.org 3.1.1 (basierend auf dem Go-OO Branch) mit Plugins: Presentation-minimizer, presenter-screen, wiki-publisher, pdfimport
  • Elisa wurde umbenannt und heißt jetzt Moovida. Es beinhaltet einen brandneue grafische Oberfläche.
  • Sage Math 4.1, eine mathematische Software und einige der Abhängigkeiten wie gap, singular, polymake, linbox und viele weitere Wissenschaftliche Anwendungen.
  • Der LiVES Video-Editor hat die Version 1.0.0 erreicht.

Server und Entwicklung

Cups

Cups 1.4 ist nun verfügbar.

apache

apache-2.2.12 hat nun native SNI Unterstützung (server name indication extension (RFC 4366)), die früher über Patches von anderen Quellen ergänzt wurde.

php

PHP wurde auf die Version 5.3.0 aktualisiert. Weitere Informationen findest du auf auf der Homepage.


Python

Python 3 ist jetzt im Controb-Zweig verfügbar. Aus kompatibilitätsgründen wird Python 2.6 weiterhin als Standard-Version verwendet.

Persönliche Werkzeuge